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Computermusik - Tracker

Sounds sind die Bausteine von Musik-Dateien, wie die einzelnen Noten und Instrumente in einem jeden Musiktitel.

Die Tracker-Dateien enthalten alle Noten eines Musikstückes (Notenwerte, zugehörige Lautstärke, Effekte). Zu jeder Note wird eine Zahl angegeben, die einem vordefiniertem Instrument in einer Instrumentenbank entspricht (ein "Pointer" würde der Programmierer sagen).
Polyphonie wird durch mehrere parallel abgearbeitete Soundspuren erreicht.

Beispiel:
Für denjenigen, der noch nie einen Tracker gesehen hat... - hier mal ein Ausschnitt aus dem Programmfenster eines Toosl namens Sk@leTracker. Zu sehen sind 5 Tonspuren (0..4), von denen 2 mit je einem Schlagzeug-Instrument belegt sind. Die Tabelle wird von oben nach unten zeilenweise durchgearbeitet; befindet sich auf der aktuellen Zeile in irgendeiner Spur ein Instrument, so wird es abgespielt.
tracker_demo01.avi (190 kB; DIVX 4 - Codec erforderlich)

Je nach Art der verwendeten Sounds unterscheidet man in FM- und Sound-Tracker. Mischformen aus beidem gibt es "natürlich" auch.


FM-Musik

Bei synthetisch generierter Musik müssen die Klänge von einem Soundchip generiert werden.
Die Musik auf den mittlerweile betagten Homecomputern (ala C64) basierte im Wesentlichen auf der Beschreibung mittels Wellenformen und Hüllkurven.
Bei den MIDI-Files gibt es ein standartisiertes Set von Instrumenten. Dieselbe MIDI-Musik-Datei kann auf verschiedenen Soundkarten unterschiedlich klingen, da diese die "Standard-Instrumente" je nach eingebautem Chipsatz unterschiedlich gut wiedergegeben werden.
Anm.: Manche Soundkarten verwenden auch im Wavetable-ROM der Soundkarte gespeicherte Instrumente, statt sie zu per Software zu emulieren.

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Sound-Tracker

Es gibt Musik-Dateien, die sowohl Notenwerte (auch Lautstärke und die zugehörigen Effekte) als auch die verwendeten Sounds beinhalten.
Die Musik entsteht durch paralleles Abspielen von mehreren gesampelten Instrumenten. Diese Samples sind Bestandteil der der geladenen Musikdatei und befinden sich zum Zeitpunkt des Abspielens im RAM.

Ein Sample ist zumeist ein einzelner aufgenommener Ton eines Musikinstruments (z.B. ein C auf dem Piano). Die unterschiedlichen Tonhöhen eines Instrumentes werden durch unterschiedliche Abspiel-Geschwindigkeiten erreicht (wie der sog. Mickey-Mouse-Effekt, wenn ein Tonband schneller oder langsamer abgespielt wird).

Der Klang dieser Musik ist auf jedem Rechner nahezu gleich; die Wiedergabequalität hängt von der Rechenleistung und der Qualität der Soundkarte ab.

Ursprünglich entstand diese Musik auf dem Commodore AMIGA, der auf 4 Sound-Kanälen Musik in stereo (2 Kanäle links, 2 rechts) wiedergeben konnte. Das Datei-Format "MOD" wurde in den Einführungsjahren der Soundblaster-Karte einfach auf dem PC übernommen. Im Laufe der Zeit, als Rechner und Soundkarten leistungsfähiger wurden, wurde dieses Format weiterentwickelt. Das Mitte/ Ende der 90-er leistungsfähigste Musik-Format sind die XM-Dateien (XM= extended MOD).

Programme, mit denen solche Art von Musikdateien erstellt und bearbeitet werden, nennt man Tracker.Will man diese Musik nur anhören, gibt es sog. Player.

Rein exemplarisch 2 Screenshots des Scale Tracker. Einmal sieht man die Tracks (Spuren) der einzelnen Instrumente; im Screenshot 2 den Sample-Editor.

Typische Tracker-Formate sind: FAR, IT, MOD, S3M, XM

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