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Massnahmen (aktiv)
Massnahmen gegen SPAM - aktiv
Spam vermeiden - aktiv (als Website-Betreiber)
Wenn man sich die Statistik der Spam-E-Mails im Internet anschaut,
so graut es einem...
Ich erhalte pro Tag ca. 10 Spam-E-Mails. Das ist zu meinem Glück
nicht sooo sehr viel, aber ich kann sehr selbst darauf gern
verzichten.
Pro
Als Betreiber der Webseite ist es völlig selbstverständlich, dass
man die E-Mail-Adresse auf jeder Seite angibt. Deshalb wird man
über kurz oder lang nicht auf die benutzerfreundlichen Links
verzichten.
Contra
Auf der anderen Seite sind die Spammer. Es gibt Tools, die die
Webseiten nach den dortigen E-Mailadressen abgrasen und in Datenbanken
zum Versand von Spam speichern. Harvester (dt.: Erntemaschinen) oder
Spider (dt. Spinnen) nennen sich solcherlei Programme.
Anmerkung:
Spider sind nur eine Methode, wie Spammer an deine E-Mail kommen.
Gegen andere Methoden helfen nachfolgend beschriebene Tipps nicht.
Massnahmen
Wenn keine offensichtliche E-Mail-Adresse auf der Webseite existiert, kann
sie nicht eingesammelt werden. So kann man es in einem Satz sagen.
Es gibt mehrere Tipps für Betreiber einer Webseite, um den E-Mail-Sammlern
das Leben schwer zu machen:
- angegebene E-Mail verändern
Die richtige E-Mail-Adresse kann man durch einen Zusatztext, wie
"nospam2me" so abändern, dass diese E-Mail auf ein ungültiges Postfach
zeigt. Man muss den Besucher der Webseite dann darauf hinweisen,
dass er den eingefügten Zusatztext entfernen muss.
also z.B. so:
Demo-E-Mail-Kontakt
<A HREF="mailto:info#nospam2me#@example.com?subject=Kontakt
&body=Bitte entfernen Sie vor dem Absenden den Text #nospam2me#
aus der Empfänger-Adresse">Demo-E-Mail-Kontakt</A>
Vor- und Nachteile:
- funktioniert immer - auch ohne Javascript
- Der Benutzer muss in der to:-Zeile eingreifen.
Anfängern - und davon gibt es täglich mehr - muss dieser Eingriff
in geeigneter Weise klargemacht werden.
- angegebene E-Mail mit HTML-Codes angeben
Prinzip: Man kann in HTML Zeichen normal als Buchstaben, Zahlen usw.
schreiben, oder aber auf deren ASCII-Codes zurückgreifen.
statt info@example.com kann man auch schreiben:
info@examp
le.com
Vor- und Nachteile:
- mir erscheint es zu trivial. Es verwirrt sicher das menschliche
Auge, ist aber maschinell lesbar. Spider lassen sich
zu leicht darauf umstellen.
- E-Mail-Adressen als unverlinkte Grafik
Die E-Mail-Adresse kann mit einem Grafik-Programm z.B. als GIF
gespeichert werden und wird dann als unverlinkte Grafik
eingebunden. Der Besucher ist dann gezwungen, zum
Schreiben einer E-Mail an dich die sichtbare Adresse abzuschreiben.
Paranoide Naturen können bei den Grafiken auf geringe
Kontraste setzen, um künftigen Spidern, die die Grafiken
mit OCR-Techniken die Texte auslesen, entgegenzuwirken.
Paranoid II: Oder man splittet die E-Mail-Adresse auf mehrere Grafiken auf.
Vor- und Nachteile:
- funktioniert immer und wirksam (gegen Adressammler)
- extrem besucher-unfreundlich
- Verschlüsselung der E-Mails
Die E-Mailadressen werden nicht im Klartext mit einem normalen
mailto:-Link angegeben. Im Quellcode steht eine Funktion, wie
showEmail('[codierte_Email-Adresse]')
die mittels document.write die eigentliche E-Mail erst
im Browser anzeigt. Spider sehen somit die eigentliche
E-Mail-Adresse nicht.
Varianten zur Verschlüsselung:
- alle ASCII-Zeichen in HTML-Codes umwandeln
... das halte ich für zu trivial, weil sich Spider zu leicht darauf einstellen können
- sonstige Verschlüsselung
... ist besser, weil der Spider dann einen Javascript-Interpreter bräuchte,
um es zu decodieren.
Vor- und Nachteile:
- Spider erfassen die E-Mail-Adresse nicht, weil sie nicht im Klartext existiert
- Benutzer mit deaktiviertem Javascript können keine E-Mail senden
- falsche E-Mail-Adressen im Klartext auf der Website hinterlegen
Diese Idee stammt (meines Wissens) von Daniel A. Rehbein. Ich bin darauf
gestossen, als heise.de am 08. Juli 2003 davon berichtete.
Link s. oben rechts.
Extra für Spider werden unsichtbar gefakte E-Mailadressen im
HTML-Code als Klartext hinterlegt. Für Besucher der Website per Browser sind diese E-Mail-Fallen "unsichtbar".
Die E-Mails dienen lediglich als Futter für die E-Mail-Grabber; dass diese E-Mails erfasst werden ist genau
der Wunsch: diese manipulierten E-Mail-Adressen beinhalten ein Datum und die IP des Besuchers/ Sammlers.
Damit kann man herausfinden, wann und von wem eine eingehende Spam-E-Mail gespidert wurde. So kann man
sich die Option offenhalten, den Provider des E-Mail-Sammlers mit nackten Tatsachen zu konfrontieren.
Letztendes ist diese Massnahme mit den versteckten E-Mails als Ergänzung zu anderen Anti-Spam-
Massnahmen zu sehen.
<DIV style="display:none">
<A HREF="mailto:koeder_1@example.com">E-Mail1</A>
<A HREF="mailto:koeder_2@example.com">E-Mail2</A>
<A HREF="mailto:koeder_3@example.com">E-Mail3</A>
</DIV>
Vor- und Nachteile:
- dynamische Webseiten sind erforderlich, damit die E-Mails mit IP des Besuchers und
Uhrzeit generiert werden können
- das Ganze funktioniert nur, wenn alle E-Mails auch nicht existierender E-Mail-Konten
zu einem gesendet werden
Nachtrag:
Es kursieren Skripte, die zuhauf Zufalls-E-Mails - also reine Mülladressen - in
den HTML-Code packen (z.B. werzscvb@axdgsadfg.ht). Soetwas ist eher destruktiv.
Der allgemeine Ansatz, gegen Spam zu arbeiten sollte sein, ihn zu vermeiden.
Spamtools versuchen E-Mails zu den Zufallsadressen zu senden, was unnötig
Traffic im Internet erzeugt.
- Formulare
Bei Verwendung von Formularen ist die E-Mailadresse im Code einer Webseite
nicht enthalten.
Vor- und Nachteile:
- Derjenige, der eine E-Mailadresse sucht, findet sie auf diese Weise nicht.
- Analog zum Spamming in Gästebücher und Blogs können Programme automatisiert
auch diese Formulare ausfüllen und versenden. Manche halten Captcha für ein Allheilmittel,
aber auch diese Grafiken lassen sich knacken - man braucht sich nur die Beispiele
auf der Seite des Captcha Decoders PWNtcha ansehen. Ausserdem sind diese zusätzlichen Eingaben
irgendwie lästig.
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