RTL live - Fussball ist nicht wirklich live
~ 27. Juni 2010 ~
Bei RTL wird zur Fussball WM wird das Logo “live” eingeblendet.
Dabei erscheint bei RTL das Fernsehbild ca. 12 Sekunden verzögert.
In der Schweiz hatte man sich zur EM 2008 seinerzeit über das Angebot der Swisscom “Bluewin TV” lustig gemacht, wo das Signal ca. 8 Sekunden später kam: Wer mit dem Swisscom Produkt Fussball schaut, hört erst die Nachbarn jubeln und einige Sekunden später sieht er erst selbst das Tor.
Das sind die Tücken des digitalen Fernsehens, wo verschiedene Lauflängen des TV Signals auftreten. Am nächsten kommt man dem “Live”-Bild mit analogem Fernsehen oder digitalem Sattelitenempfang.
Facebook: Gib mir mal dein E-Mail-Passwort…
~ 24. Juni 2010 ~
Facebook hat ja “coole” Features.
Man kann hier z.B. sein Passwort seines eigenen GMX-Accounts angeben und das nette Facebook-Tool sucht dann ein wenig in meinen privaten Sachen herum und zeigt mir, welche Freunde auch in Facebook sind.
Hallo?
Ich gebe auch nicht “irgendwem” meinen Wohnungsschlüssel, damit er sich mal in meiner Wohnung umschaut, durch meine Schränke und Fotoalben wühlt und mir schlussendlich sagen kann: ah hier, das Gesicht XY auf dem Sommer-Foto von 2006 hat auch nen Facebook Account.
Selbst wenn der “Irgendwer” mir sagt, er wirft dann anschliessend den Schlüssel auch weg - das ist dann ganz sicher. Klar doch.
(Anm.: Facebook schreibt, sie würden das Passwort nur einmalig verwenden und nicht speichern)
Was auch ziemlich dumm ist:
Also wenn ich schon mal meinen Webmail-Account bemühe, dann logge ich mich immer(!) mit SSL-Verbindung ein, damit Username und Passwort verschlüsselt übertragen werden. Und ich achte auf ein gültiges zertifikat (Schloss-Symbol im Browser).
Bei Facebook sind die besonders Guten: man befindet sich auf einer unverschlüsselten Seite (Webadresse mit http).
Im Sourcecode des Browsers findet man den verschlüsselten Request:
https://register.facebook.com/contact_importer/ajax/importer.php
Dass es im Hintergrund tatsächlich einen HTTPS-Request gibt und die Daten sicher übertragen werden, ist alles andere als offensichtlich und wird dem Benutzer durch Vorenthaltung der üblichen Sicherheitsmerkmale verheimlicht. Und das ist der Punkt, den ich partout nicht verstehe: wieso macht man das - wieso zeigt man bei Facebook nicht, dass es sicher ist?
Die wenigsten werden in den Sourcecode schauen oder die vom Webbrowser abgesetzten Requests sniffen.
Die Moral von der Geschicht: immer schön aufpassen! Bei Eingabe von Passwörtern, Einkäufen mit Kreditkarte, Bankgeschäften immer auf Verschlüsselung achten!
HTML5 - neues Apple Buzzword und Showcase des “Safari-Web-Standards”
~ 6. Juni 2010 ~
Grossmundig werden Standards, wie HTML5, CSS3, and JavaScript genannt. Alles basiert auf offenen Standards, um das von Apple ungeliebte Flash zu verbannen. Und tolle Demos gibts im Showcase dazu. Aber nicht alle Browser unterstützen diese, aber eben der “Superbrowser” von Apple. Bewundern darf man das im HTML5 Showcase. Oder auch eben nicht.
Komisch, basiert Chromium 6 nicht auf derselben Engine, wie Safari (Webkit)? Warum funktionieren die Demos dann nicht? Weil Apple mich verarscht: es wird rein der Clientstring des Browsers abfragt. Wenn ungleich Safari, dann wird eine Pseudo-Meldung eingeblendet die mir sagt, die Demos gingen nur im Safari:
Was hat das bitte mit offenen Standards zu tun? Nix.
Wenn man tatsächlich ein Demo mit HTML5 zeigen wollte, dann prüft man Funktionalität des Webbrowsers, ob dieser Option XY unterstützt.
Apple kopiert die schlechten Manieren aus dem ersten Browserkrieg. Man baut eigene Erweiterungen, sperrt andere Browser aus. Und deklariert das Ganze zudem frech als Demo “offener Standards”.
Rein das Umstellen des Clientstrings bringen das Demo auch auf nicht Safari-Browsern zum Vorschein. Wie kann man denn so dreist lügen? Glaubt man, das merkt keiner?
Mehr dazu, u.a.
- Apple’s new “HTML5 Showcase” doesn’t show much HTML5, and is browser-specific
- Apple HTML5-Demo in Google Chrome aufrufen – so geht’s
“Echte” HTML-5-Demos:
Nachtrag:
Chromium kann die Demos nun auch ohne Anpassungen des User-Agents teilweise anzeigen - beim Test des Video-Effekts soll man sich beispielsweise Quicktime heunterladen. Aber immerhin geht mehr, als zuvor.
iTunes: Was sollen Podcast-Videos im Ordner “Musik”?
~ 24. Mai 2010 ~
Weil ich um die Einschränkungen mit der Kombination iTunes und iPod weiss, habe ich nur eine einzige iTunes Instanz auf einem einzelnen Rechner. Leider ist das noch nicht schlau genug.
Kürzlich habe ich zum Aufladen mal wieder den iPod angeschlossen.
Es ist doch immer wieder zum Würgen, wenn eine so genannte Intelligenz Daten verwalten will. So auch iTunes : Podcast-Videos sind im Ordner “Musik” zugeordnet. Was soll das bitte? Ich könnte schreien!
Unter “Geräte” kann man diese Einträge nicht verändern oder verschieben. Warum wird ist es für die Apple-Programmierer undenkbar, dass ich als Anwender doch tatsächlich einen Ordner “Video” für Videos haben wollte? Der “Apple-Gott” weiss es ja besser.
- iTunes: 9.1.1.12
- iPod Firmware 1.3 (aktuell)
Wer iTunes-Logik versteht, kann mir gern erklären, wieso Videos als Musik einsortiert werden.
Auf dem iPod selbst geschaut:
Hier ist der Ordner “Musik” wiederum leer.
HTML-Fehler auf Suchmaschinen-Startseiten
~ 16. Mai 2010 ~
Google hat kürzlich seine Seite einem leichten optischen Refresh unterzogen. Einigermassen verdutzt war ich, dass der Suchmaschinen-Branchenprimus viele HTML-Fehler enthält. Ganze 46 Fehler bei einer Seite, die lediglich ein Suchformular und ein paar Links drumherum zeigt. Ausserdem sollten bei Google fähige Webprogrammierer am Werk sein.
Ein Vergleich mit anderen Anbietern zeigt aber, dass sauberer HTML Code scheinbar nicht gerade “üblich” zu sein scheint.

Getestet wurde mit http://validator.w3.org/.