Computermusik - Tipps

Tipps für Computermusik-Neulinge

Einleitung

An dieser Stelle folgen einige Hinweise für Neu-Trackies. Alle hier aufgeführten Tips stammen aus der Datei HINTS.TXT aus dem Programmverzeichnis des ImpulseTrackers (IT) und wurden von mir mehr oder weniger gut ins Deutsche portiert.

Pulse

Gut, ich ich bin nicht gerade die geeignetste Person, die man nach Hinweisen fragen sollte, aber hier sind doch einige.

  • Veröffentliche niemals deinen allerersten Song. Es gibt nur ganz wenige Leute, die talentiert genug sind, gleich beim ersten Mal einen wirklich qualitativ guten Song zu erstellen - es ist alles eine Frage der Übung und Erfahrung. Wenn er wirklich einmal fertig ist - der erste Song - dann dann höre ihn dir ein paar Tage später noch einmal an. Teste mal, ob er immernoch gut klingt.
  • Verwende das Mxx-Kommando in einer zweiten Spalte für Echos mit mehreren Kanälen. Dies bewahrt dich vor Einstellungen der lautstärkeabhängigen Effekte (z.B. kann das Dxx-Kommando allein in einer Position stehen und es klingt immernoch OK).
  • Hab' keine Angst davor, mehrere Instrumente aus einem Sample zu erstellen! Der Grund, warum ich mehrere Instrumente so erstellt habe, ist der, dass man verschiedene *Klangfarben* von einem Sample hat. Man erreicht dies durch Herumspielen mit Schleifen, Fading outs - und was immer.
  • Höre dir die Musik-Tracks Andererer an. Versuche, Effekte nachzuahmen und lerne, wie sie den Sound so hinbekommen haben. Experimentiere selbst!
  • Beginne damit, solche Musik zu schreiben, die du selbst gern hören würdest - versuche nicht, ein orchestralisches Stück zu schreiben, wenn du dir es dabei nicht anhörst.
  • Nimm dir Zeit, alle deine Samples so akkurat wie möglich abzustimmen! Lasse dazu eine langes, klares gelooptes Sample mit einer Note abspielen, bewege den Cursor in einen anderen Kanal und passe dann ALLE Samples der Tonlage des gespielten Samples an (sodass alle die gleiche Note als Bezug haben). Viele der potentiell guten Module sind verunstaltet, weil deren Samples schlecht aufeinander abgestimmt wurden.
  • Versuche zu vermeiden, dass zu viele Samples das Panning auf die Mitte gesetzt haben (Panning-Wert=80 hex.) - wenn du das anfängliche Panning etwas modifizierst, dann solltest du in der Lage sein, mit ganz wenig Aufwand den Sound "auszufüllen". Wenn du Samples von Instrumenten einsetzt, dann solltest du vielleicht mit dem Standard-Panning des Instruments herumspielen...
  • Wenn ein Song realistisch klingen soll, dann versuche dir vorzustellen, wie das Instrument gespielt werden müsste. Täusche vor, ein Musiker zu sein, wenn du einen Part schreibst. Wenn du ein Instrument verwendest, z.B. ein Piano, versuche mehr als nur eine einzelne Note abzuspielen - ein echtes Piano spielt IMMER mehr als eine Note - verwende Akkorde u.s.w.
  • Für eine gute Klangfülle balanziere die Verwendung von tiefen und hohen Tönen aus. Songs mit zu viel Bass und zu wenig Höhen klingen rauh, die mit zu viel Höhen und zu wenig Bass wirken substanzlos.
 

John Hawksley (a.k.a. Greebo)

  • Höre genau hin!
  • Verbringe einen Tag damit, jedes Feature des Trackers herauszufinden! Ja, ich spreche von allen Effekten und allen Tasten!
  • Höre dir andere Tracks an und finde heraus, wie gutklingende Sound-schnipsel gemacht wurden (d.h. Effekte, Lautstärke und Panning).
  • Sei anders. Viele MODs sind vom selben Stil. Klar, wenn du diese magst - dann los! Wenn du etwas neues kreieren möchtest, dann tu auch dies. Die Leute sind immer bereit, verschiedene neue Stile auszuprobieren. Ich persönlich arrangiere gern (dies vereint viele Stile) aber du magst vielleicht mehr das Komponieren von z.B. rockigen Songs.
  • Samples. Sei wählerisch. Sortiere deine Samples in Verzeichnissen. Wenn du einen Sample-Editor hast, dann verbessere die Samples: versuche Klickgeräusche am Beginn zu löschen. Denke daran: Samples sind die Bausteine eines Songs. Wenn die Samples von schlechter Qualität sind, dann wird es die Musik auch sein.
  • Tune die Samples! Wenn du von irgendwo ein Sample entnimmst oder eines selbst erstellst, dann versuche gleich, sie der selben Note anzupassen. Dies erspart später viel unnötiges Haareraufen.
  • Akkorde. Ursprünglich wurden Instrumente in Akkorden gesampelt, um den Platz für weitere Samples aufzusparen. Mittlerweile haben die verschiedenen Tracker genügend Kanäle. Seit dem ScreamTracker3 erstelle ich die Akkorde mit Hilfe der Noten, weil ich den notwendigen Platz dazu habe. Der Sound ist besser und entspricht mehr der professionellen Methode. Doch (es gibt immer ein 'Aber'): sei sehr vorsichtig! Wenn du entschliesst einen Akkord zu sampeln, dann ist doch etwas Musik-Knowhow erforderlich.
  • Speichern. OK, der ImpulseTracker ist mir noch nicht abgestürzt, aber wenn er es doch tun würde, dann möchte ich nicht die stundenlange Arbeit verlieren. Also: Speichere regelmässig.