Sourcen für Icinga Checks und Graphen mit Graphite

Freitag, 31. Juli, 2020

An “meinem” Institut geht ohne Open Source eigentlich nichts. Damit wir nicht nur nehmen, geben wir an und wann auch etwas als Open Source zurück. Für dieses Thema wird auf unserer Instituts-Webseite kein Platz eingeräumt, daher publiziere ich es hier in meinem privaten Blog.

Ich habe seit Anfang des Jahres eine Icinga Instanz bei uns aufgebaut. Als Icinga-Client auf unseren Servern verwenden wir ein Bash-Skript, das die REST API des Icinga-Servers als auch des Directors anspricht.

Es gibt es diverse mit Bash geschriebene Checks, die die Standard-Nagios Checks ergänzen (und nur teilw. ersetzen). Zur Abstraktion diverser Funktionen, wie z.B.

  • Prüfung auf notwendige Binaries im Check
  • Schreiben von Performance-Daten
  • Handhabe von Exitcodes

… gibt es eine Include Datei, die gemeinsame Funktionen beherbergt. Oder anders: wer einen der Checks verwenden möchte, muss neben dem Check auch einmal die Include-Datei übernehmen.

Die Sourcecodes der Checks sind nun publiziert in [1].

Viele Plugins schreiben Performance-Daten, die wir mit dem Icinga-Graphite-Modul visualisieren. Die unsrigen Ini-Dateien der Graph-Templates liegen in einem separaten Repository [2]. Beim Schreiben der Ini-Dateien der Graph-Templates kam ich immer wieder ans Limit und es gibt (noch?) nicht so wirklich viele dokumentierte Vorlagen. Und so manche in Graphite dokumentierte Funktionen greifen (scheinbar?) nicht in den Inis für Icinga Graphite.

icinga-graph-check_cpu.png icinga-graph-check_netio.png

Ich hoffe, dass trotz ausbaufähiger Dokumentation der ein oder andere doch entwas mitnehmen kann.

Ich kann mir gut vorstellen, den ein oder anderen Check noch einmal im Detail hier im Blog vorzustellen.

weiterführende Links: (en)

  1. git-repo.iml.unibe.ch: icinga-checks
  2. git-repo.iml.unibe.ch: icinga-graphite-templates
  3. Graphite - Icinga Web 2 Module
  4. Graphite Functions

Bash: Ausführungszeit eines Kommandos in Millisekunden messen

Dienstag, 14. Juli, 2020

Wenn man im Monitoring einen Check schreiben will, der die Antwort-Zeit einer Aktion oder Response eines Servers messen will, sind sekundengenaue Angaben zu grob. Mit dem Kommando

time [Kommando]

kann man sehen, wie lange das jeweilige Kommando brauchte:

$ time ls
[... Liste von Dateien ...]

real    0m0,022s
user    0m0,000s
sys     0m0,015s

Die Gesamtzeit ist in der Zeile real enthalten. Angegeben sind die Minuten, ein “m” und danach die Sekunden mit 3 Nachkommastellen. Wobei die Tausendstel je nach System/ Sprache mit Punkt oder Komma getrennt sein könnten.

Aha, nun muss man “nur” noch die Zeile mit der Angabe “real” in den letzten 3 Zeilen der gesamten Ausgabe suchen und das Ganze parsen.

Als kleines Demo anbei einmal mundgerecht als Funktion (es läuft unter Linux und mit CYGWIN unter MS Windows):

#!/usr/bin/env bash

# ------ FUNCTION

# measure time in ms
# @param  string  command to execute / measure
function getExecTime(){
	local sCommand=$1
	local tmpfile=$( mktemp )

	( time eval $sCommand ) >$tmpfile 2>&1
	local sRealtime=`cat $tmpfile | tail -3 | grep "^real" | awk '{ print $2 }'`
	rm -f $tmpfile

	local iMin=`echo $sRealtime | cut -f 1 -d "m" `
	local iMillisec=`echo $sRealtime | cut -f 2 -d "m" | sed "s#[.,s]##g" | sed "s#^0*##g" `
	typeset -i local iTime=$iMin*60000+$iMillisec
	echo $iTime
}

# ------ MAIN

echo
echo "ZEITMESSUNG IN MILLISEKUNDEN"
echo
mytime=`getExecTime 'ls -ltr'`
echo Dauer: ${mytime} ms

Manjaro: Update-Skript

Freitag, 1. Mai, 2020

Ein kleines Snippet von mir zum Updaten der Linux-Distro Manjaro.

Es aktualisiert die Softwarepakete der Distribution (Kernel, Programme u.s.w.) - danach aus den AUR (Arch User Repository) installierte Programme. Zum Schluss werden nicht benötigte Pakete entfernt.

Es werden noch Zwischenabfragen gestellt, die mit Yes oder No zu beantworten sind. Mit Auskommentieren der Zeile answer=Y kann man es teilautomatisieren, jedoch pamac wird immer eine Interaktion bedürfen und das Passwort erfragen.

#!/usr/bin/env bash

answer=
# answer=Y

# ------------------------------------------------------------
# FUNCTIONS
# ------------------------------------------------------------
function header(){
    echo; echo; echo "========== `date` - $*"; echo
}

# ------------------------------------------------------------
# MAIN
# ------------------------------------------------------------

echo "______________________________________________________________________"
echo
echo
echo "Axels Manjaro update script"
echo
echo "______________________________________________________________________"

header "SYSTEM UPDATE"
echo $answer | sudo pacman -Syyuu

header "Update incl. AUR..."
pamac upgrade -a

header "CLEANUP - remove unneeded packages"
echo $answer | pacman -Qdtq && sudo pacman -Rs $(pacman -Qdtq)

header "DONE."

# ------------------------------------------------------------

Nachtrag:

Wer es ein wenig bunter mag, der kann in der /etc/pacman.conf in der Sektion [options] diese 2 Einstellungen aktivieren:

[options]
(...)
Color
ILoveCandy
(...) 

UPDATE:

  • pamac does not run as root but in user context. So sudo was removed.

weiterführende Links:

  1. manjaro.org Startseite der Linux Distribution
  2. wiki.manjaro.org: AUR
  3. wiki.manjaro.org: pacman
  4. wiki.manjaro.org: Pamac

SSD Einbau in Laptop Acer E 15

Sonntag, 29. März, 2020

Ich habe beim Laptop - ein Acer Aspire 15 mit Winows 10 - die Performance verbessern wollen. Und fing bei der SSD an…

Vorbereitungen

Eingebaut war eine Festplatte mit 1 TB. Also habe ich eine SSD gleicher Grösse gekauft.

2020-03-29-ssd-into-acer-aspire-ee15-01.jpg

Da mit dem Ausbau des Datenträgers alle Daten “weg” (auf dem dann ausgebauten Datenträger) sind, muss man die komplette Festplatte mit einem Backup-Programm sichern. Ich habe das Backup auf eine externe USB Disk gemacht. In meinem Fall hatte ich eine Festplatte mit

  • Recovery Daten (von Acer+MS)
  • System-Partition C (ca. 500 GB)
  • Daten Partition D (ca. 500 GB)

Mit einem System-Image für Recovery und C: und einem Partitions-Image brauchte es 2 Backups:

2020-03-29-backup-system.jpg 2020-03-29-backup-data.jpg

Und sofern noch nicht zur Hand: man kann sich auch ein bootbares Medium der Backup-Software erstellen. Das wird man gleich brauchen :-)

[Weiterlesen…]

Bash Snippet: Alter einer Datei

Montag, 9. März, 2020

Ein Mini-Schnipsel fürs Shell-Skripting. Nach Angabe einer Datei bekommt man mit nachfolgender Funktion das Alter in Sekunden.

# get age of a file in sec
# param  string  filename to test
#
function _getFileAge(){
    echo $(($(date +%s) - $(date +%s -r "$1")))
}

Als Beispiel:

myfile=/tmp/whatever.txt

typeset -i iAgeLastGet=`_getFileAge "${myfile}"`
echo "INFO: The file ${myfile} is ${iAgeLastGet} sec old ..."