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Erstes Tutorial mit OBS: Installation Pimped Apache Status unter Lubuntu

Ich hatte, mal irgendwann OBS auf meinem Rechner installiert … seinerzeit für einen recht banalen Zweck (Vollbild-Streaming zu Youtube) … und jenes geriet fast in Vergessenheit, weil nie wieder gebraucht.
Bis - ja bis eines wunderschönen Tages jemand in unserem Institut meinte, “… mit OBS kann ich für eine Demo sehr einfach Bild-Kompositionen auf andere Bildschirme streamen…”. Es sei einfach und verbirgt viele komplexe Einstellungen, zu denen man aber auch kommt.

Dies war der Wink mit dem Zaunpfahl, das Werkzeug gleichen Abends nochmals hervorzukramen: Man kann mehrere Bildschirmszenen ertsellen und dazwischen umschalten? Diese auch speichern? Und statt streamen vielleicht auch ein Video aufzeichnen?

Ich habe mich zu Beginn wohl zu initial wenig auf das Werkzeug eingelassen. Die Einstiegsoberfläche ist halbwegs einfach. Sobald man aber irgendeine Einstellung bearbeitet, wird man mit zahlreichen Optionen regelrecht eingedeckt. Das Speichern der erstellten Szene habe ich gar nicht gefunden, weil ich es als “Pojekt” links oben im ersten Menüpunkt erwartet hätte. Man muss sich wirklich erst etwas genauer umsehen.

Weil ich schon immer mal ein Tutorial mit Aufzeichnung des Bildschirminhaltes machen wollte, habe ich mich nochmals hingesetzt und probiert.
Als Erstlingswerk entstand ein Installationsvideo für mein Monitoring Werkzeug Pimped Apache Status.

2018-10-27-obs.png

Das Haupfenster ist spartanisch … aber hat es in sich

  1. links unten: “Szenen” - eine Liste mit verschiedenen Settings: Start-Bildschirmseite mit Text, dann eine oder mehrere mehrere mit Interaktionen, eine Outro-Szene.
  2. links unten 2: “Quellen” - pro Szene kann man ein Setup von Quellen platzieren. Ein Bild oder Programmfenster, Webcam oder Videoquelle, Text - alle Elemente kann man skalieren und verschieben und so beliebig anordnen. Die Quellen kann man in mehreren Szenen verwenden (verlinken) - damit werden Änderungen eines Textes oder einer Farbe in allen Szenen übernommen.

OBS zeichnet die Szenen-Umschaltung, die ich manuell gesteuert habe (Anm.: man kann dies auch automatisieren) und die in einer Szene eingebetten Bildschirmaktionen als eine Video-Datei auf.
Nach der Aufnahme war das per Webcam aufgezeichnete Audio zu leise - das musste noch normalisiert werden. Und das Video nochmals encodet.
Weil ich noch zusätzlich einige Annotationen einbringen wollte, z.B. weitere Texte und Hervorhebungen in der Ausgabe auf der Konsole, wurde noch ein 2. Video-Bearbeitungswerkzeug herangezogen.

2018-10-27-vsdc-video-editor.png

Und dann die Videodatei ein drittes Mal encodet. Davon wird die Videoqualität nicht besser. Hier habe ich noch Potential für Optimierungen.
Aber dann ging es “sogleich” auf Youtube.

Voila:

weiterführende Links:

  1. obsproject.com OBS Studio (Free and open source software for video recording and live streaming)
  2. videosoftdev.com VSDC Free Video Editor
  3. Axels Webseite - Docs Pimped Apache Status Get started - hier ist das Youtube Video eingebunden
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Matomo-Updater

Ich habe bei meinem Hoster ein shared Hosting. Dort läuft seit (gefühlt) “ewig” eine Piwik-Instanz. Heute Matomo.
Das aktuellste Matomo Zipfile enthält das Unterverzeichnis “matomo”. Aber meine Instanz liegt noch in einem andersnamigen Verzeichnis.

Damit ich auch künftig weiter automatisiert auf die aktuelle Matomo Version aktualisieren kann, habe ich ein Shellskript geschrieben, was das entpackte Achiv ins eigentliche Installverzeichnis schiebt.

Falls dies noch wer gebrauchen kann … bitteschön :-) Anzupassen ist der Bereich Config…

2018-10-19-matomo-update.png

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Wieder ein Nokia

Seit dieser Woche habe ich ein neues Smartphone. Ein Nokia. Als ich mein letztes Nokia hatte - puh das ist locker 10 Jahre her… danach kamen mehrere Sony Ericson… dann 2 Samsung… ähm, ich will gar nicht sagen, dass dies ein Gradmesser sein könnte, wie alt man geworden ist :-)

Einmal ausgepackt. Nach dem ersten Einschalten kam diese bekannte Nokia-Tonfolge - die vor 10 Jahren quasi omipräsenter Klingelton um einen herum (… und zwischenzeitlich fast vergessen) war.

Nach diesem kurzen Flashback kam dann auch ein Android zum Vorschein. Kaum auf dem “Desktop” … ein System-Update! Sowas hatte mein Samsung Galaxy Alpha seit 2 Jahren nicht mehr gesehen! Das ist schön: endlich wieder ein suppportetes Gerät! Das war auch einer der wichtigsten Kaufgründe: ich wollte ein Gerät mit AndroidOne.

Die meisten bisherigen Apps wurden automatisch installiert. Was fehlte, war Öffi - das ging aber auch durch die Techi-Presse, dass es von Google aus dem Google Store geworfen wurde, weil es einen Spenden Button enthält, der aber bei der Installation aus dem Google Store heraus aber gar nicht sichtbar ist. Aaalso: im Google Store sind Apps OK, die Werbung einblenden und einen heimlich ausschnüffeln toleriert - aber wenn man den Spenden Button unsichtbar macht, ist das ein Grund zum Rauswurf. Wer das tatsächlich verstanden hat, kann es mir gern nochmal erklären. Aber von Öffi kann man auch als APK herunterladen - oder in Kürze auch von F-Droid.

Das Samsung Galaxy hielt i.d.R. 1 Tag durch - hatte aber zwischendurch seine Rappel und war trotz reinem Standby nach 4 Studen saftlos.
Das Nokia bei meiner seltenen Gebrauchsweise musste ich nach 3 Tagen aufladen.

Kurz: im Moment habe ich Freude!

weiterführende Links:

  1. Öffi: oeffi.schildbach.de
  2. Heise: Öffi wird Open Source und landet auf F-Droid (17.7.2018)
  3. F-Droid - installierbarer Katalog mit FOSS-Apps (Free and Open Source Software) für Android
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Linux: Cleanup-Jobs mit IML CLEANUP

Wir verwenden Puppet als Werkzeug zum Verteilen unserer Server-Konfigurationen auf Linux-Systeme. Für das Löschen von Dateien älterer N Tage in einem Startordner haben wir oft mehrere angepasste Shell-Skripte mit einem Suchbefehl verwendet.

Das IML CLEANUP macht einfach eine Aufteilung von Logik- und Konfigurationsdaten. Es ist einfacher, eine kleine Konfigurationsdatei zu erzeugen (besonders, wenn Sie Automatisierungswerkzeuge wie Puppet, Ansible oder Chef verwenden) anstatt mehrere Bereinigungsskripte zu bearbeiten.

Man kann mehrere Konfigurationsdateien anlegen, die jeweils etwa so aussehen:

dir = /your/starting/path
filemask = *.log,*.gz
maxage = 180
maxdepth =
deleteemptydirs = 1
runas = root

Jene Angaben werden aus den Konfigurationen geparst und in Parameter des find-Kommandos übersetzt.

Wie man es zum Laufen bringt:

  1. In der Datei /etc/imlcleanup.d/ können Sie (beliebig viele) Konfigurationsdateien wie das obige Snippet ablegen.
  2. ein Shell-Skript durchläuft alle Konfigurationsdateien und führt die Aktionen aller conf-Dateien aus.
  3. Sie müssen zusätzlich einen Cronjob erstellen, um dieses Skript regelmäßig (z.B. einmal pro Tag) auszuführen.

Genaueres ist auf Github zu finden. Bitte auch die dortigen Security-Hinweise beachten.

weiterführende Links:

  1. Github: imlcleanup
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OpenNebula is coming

Wir setzen an unserem Institut 2 KVM Server für Virtualisierung ein. Das sind für sich eigenständige Instanzen mit je ca. 15 virtuellen Hosts. Seit wir diese KVM-Server haben, ist durch das einfache Erstellen neuer (virtueller) Rechner die Zahl der zu verwaltenden System stark gewachsen. Tendenz steigend. Jedes neuere Projekt wird mit Preview-, Stage- und Livesystem geplant. Denkt man nur 1 Jahr weiter, muss etwas anderes her.

Heute sind mehrere x-86 Server in unser Institut geliefert worden. Endlich :-)

Nach dem Auspacken jedes einzelnen Gerätes wurden sie auch geöffnet.

Dies hier wird einer von 2 neuen KVM-Servern. Bei den RAM-Bausteinen sieht es (vermeintlich) gar leer aus - es sind derzeit 64 GB RAM:

2015-10-27-opennebula-kvm.png

Eingetroffen sind 6 Rechner + 1 Switch. Schlussendlich nach Auspacken aller Gerätschaften entstand dieser Turm (ja natürlich kommen die noch in ein Server-Rack):

2015-10-27-opennebula-unboxing.png

Damit wird eine neue Infrastruktur aufgesetzt, die ausschliesslich OpenSource Produkte verwendet.

  • KVM als Virtualisierer
  • “Unten drunter” (nach aussen nicht sichtbar) ist ein gemeinsames Storage. Es kommt hier Ceph zum Einsatz.
  • “Oben drauf” über den KVM Servern befindet sich OpenNebula auf einem Admin-Server. OpenNebula verwaltet und überwacht verschiedene Virtualisierungstools (z.B. KVM, XEN, HyperV, VmWare - all jene auch im Mix). OpenNebula benötigt auf KVM Servern keinerlei Software oder Daemons: eine SSH-Verbindung reicht.

Die Idee für unser erstes (noch auszubauendes) Setup ist etwa Folgende:

2015-10-27-opennebula-overview.png

Weiterführende Links

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