Erdogan Plakat im Schweizer Parlament

Sonntag, 26. März, 2017

“Kill Erdogan with its own weapons.”
So die Aufschrift eines Skandal-Plakates der Demo vom Samstag in Bern.
Kill … ja es kann töten heissen … den Film “Kill Bill” kennt ja auch jeder. Da fliesst so schööön viel Blut. Klingt schön reisserisch. Und gibt Klicks.
Wie gesagt: “kann”. Es heisst aber auch:

  • “fertig machen”
  • “ausser Gefecht setzen”
  • “schlagen”

Naja, also wenn man wirklich wollte, kann man eine andere Übersetzung wählen. Jemanden mit seinen eigenen Waffen zu schlagen klingt in der Tat nen Tick moderater - wird aber nirgends in den Medien so übersetzt.

Erdogan sagte als Reaktion darauf dieses Wochenende:

Im Schweizerischen Parlament hat heute eine Terrororganisation ein Bild von mir gezeigt, auf dem eine Pistole zu sehen ist, die auf meinen Kopf zeigt. Hören Sie gut zu: Im Parlament. Hält man das für möglich? Und das in der Schweiz?

Hm, also ich habe das Plakat im Vorbeigehen auf dem Bundesplatz gesehen, aber halt nicht *im* Parlament. Ich war aber nicht die gesamte Zeit dabei. Auch Mitglieder der Organisationskomitees gaben in der Presse kund, das Plakat war NICHT im Parlement. Ein Präsident lügt doch aber nicht - nein, das kann nicht sein! Wer hat bitte ein Foto davon - oder einen Artikel, der das belegt? Ich werde es auch gern hier anfügen.

Hier das Beweisfoto: das Plakat “Kill Erdogan with its own weapons” wurde wirklich *im* Schweizer Parlament aufgehängt:
+++ PLATZHALTER +++

(pendent seit 26.03.2017 - aber Erdogan ist ja Präsident und würde doch nie lügen - es kommt ganz bestimmt schon bald)

+++ /PLATZHALTER +++

weiterführende Links:

  1. dict.cc: kill
  2. SRF: Anti-Erdogan-Plakat in Bern Staatsanwaltschaft eröffnet ein Verfahren

Interview mit dem SRF ist online

Mittwoch, 5. November, 2014

Ich bin verbal eher das Gegenteil einer Plaudertasche. An sich hatte ich Bedenken, ein Interview zu geben. Aber ich kannte Andrea – und ich konnte private Dinge, über die ich nicht öffentlich sprechen wollte, aussen vor lassen. Wenn ich anderweitig angefragt worden wäre - seien es auch seriöse Medien der Öffentlich Rechtlichen gewesen (ARD, ORF, …) - hätte ich mich wohl niemals auf ein Interview eingelassen.

Es sollte um die persönlichen Erlebnisse der Wendezeit gehen. Also der 9. November. Tage und Wochen davor und danach. Wann ich das erste Mal im Westen war.

2014-11-05-perso-1990-mit-visum.jpg

Etwa 1 Woche vor dem Interview habe ich angefangen, im Hirn nachzugraben, wie es dann damals nun nochmal genau war. 25 Jahre ist eine verdammt lange Zeit. Es gibt da einzelne, eher verschwommene Bildfetzen in der Erinnerung. Aber wie sortiert man die zeitlich ein - was ist mit den Lücken dazwischen? Da ist soviel einfach weg!

Am 28.Oktober war das Interview. Eine gute Stunde haben wir miteinander - also mehrheitlich natürlich ich - gesprochen. Sowenig, wie mir im Vorfeld vorbereitend auf das Gespräch in Erinnerung war, umso überraschter war ich eigentlich, was mir noch alles während des Interviews an Details einfiel.

Aus über 1 h Gespräch wurde der Text nochmal eingedampft, damit etwas Lesbares und von der Menge her Verdauliches entsteht.

Ich empfand es als sehr angenehm, dass ich im Vorfeld der Veröffentlichung den Artikel Probelesen konnte, um Korrekturen vorzunehmen und auch ein ungewolltes Bild rauswerfen zu lassen.

Heute Mittag ging ihre Artikelserie beim SRF online. Und unter dem Strich hat es echt Spass gemacht. Danke Andrea! “Jederzeit wieder” würde ich aber trotzdem nicht unbedingt sagen…

Weiterführende Links:

Merkel wurde abgehört? Dann hat es zum Glück die Richtige getroffen.

Samstag, 26. Oktober, 2013

Das meine ich jetzt ganz und gar nicht persönlich. Viel mehr ist es doch so, dass man vor den Wahlen kurzerhand hat totschweigen wollen. Eine Delegation war in den USA und kam mit der Erklärung zurück, das alles in Ordnung sei und man sich doch an Gesetze hielte. Die allgemein als “NSA Affäre” bekannte Etwas wurde von Profalla für beendet erklärt:
“Es gibt in Deutschland keine millionenfache Grundrechtsverletzung”
“Es gebe Ausspähungen „nur in ganz konkreten Einzelfällen, die unserer Sicherheit dienen”.
“Der Vorwurf der vermeintlichen Totalausspähung ist vom Tisch”
Die Opposition monierte weiterhin im Bundestag? Egal. Klappe zu - Affe tot.

Wenn ich meine, es hätte die Richtige Person getroffen, vielmehr im Sinne, dass ebenjene Partei nun einen Motivationsschub erhalten hat, sich doch wieder mit dem eben noch nicht beendeten Thema auseinanderzusetzen.

Zwar ist man bemüht, auf die Schnelle zum Besten zu geben, man hätte die NSA Affäre nie für beendet erklärt. Jaja. Dann basierte die Häme in “Profalla beendet Dinge” auf einer blossen Fehlinterpretation?

Nun möchte also Deutschland mit Frankreich einen Verhaltenskodex für Geheimdienste ausarbeiten. Was soll das? Also wenn mir persönlich etwas Unangenehmes antäte, dann darf man denjenigen nicht nur sein Unbehagen und Unverständnis klarmachen und zur Rechenschaft ziehen - demjenigen würde ich auch fortan aus dem Weg gehen. Egal, ob eine Entschuldigung kam oder nicht. Die Gegenseite muss mir beweisen, dass ich ihr wieder vertrauen kann.

Die USA soll sich schlussendlich aber nicht aussuchen können, ob sie einem in Europa formulierten Verhaltenscodex zustimmen wollen oder aber nicht. Ich würde eine Entschuldigung sehen wollen. Und die USA sollen aufzeigen, warum man ihnen weiterhin vertrauen kann - dass sie trotz NSA-Skandal und trotz Staatshaushalt wirklich verlässlich sind. Liebe CDU - bekommt ihr das hin?

Leistungsschutzrecht? Lernresistenz?

Mittwoch, 28. November, 2012

Darf ich höflichst fragen, WAS GENAU das Problem ist, dass es ein Leistungsschutzrecht braucht?

Die Darstellung aller Webseiten basiert im wesentlichen auf dem Protokoll HTTP(s) und der Beschreibungssprache HTML.

Wenn das Problem denn tatsächlich wäre, dass Google & Co. Inhalte von Verlagen indexieren, dann ist es doch extrem einfach: Man nimmt sich 10 Minuten Zeit und studiert, wie man das Indexieren seiner Webseite unterbindet.

Selbstverständlich geht das und ist zudem genauestens spezifiziert. Seit über 15 Jahren. Nochmal in Worten: Fünfzehn Jahren.

Wie wäre es mit einer solchen robots.txt

User-agent: *
Disallow: /

… oder auf einelnen, nicht zu indexierenden Webseiten ein

<meta name="robots" content="noindex">

in den Header einzubauen?

Was darf man von einer Person/ Instanz halten, die nach mehr als 1 Jahrzent des Vorhandenseins einer Regelung krampfhaft versucht, auf lernresistent zu machen?

Links zum Thema:

Israels Militär twittert über Luftkrieg im Gazastreifen

Sonntag, 18. November, 2012

Das israeleische Militär twittert über palästinensche Raketen-Abschussrampen in der Nähe von zivilen Gebäuden - lassen wir es ein-zweihundert Meter sein:

http://www.youtube.c … /watch?v=pmgrZxcYg7M

… als auch - nach rein amerikanischem Vorbild im Golfkrieg - dass ihre Luftschläge auf den Meter genau seien:

http://www.youtube.c … /watch?v=Vrf9VsX6_4s

Man ist geneigt zu glauben, man wäre seitens der Israelis in der Lage, HAMAS Stellungen von zivilen und anderen sehr wohl zu unterscheiden. Aber die PR Abteilung des Militärs hat von den Amis nicht viel gelernt - es gibt nämlich keinen Krieg rein aus Präzisionsschlägen gegen militärische Ziele und ohne zivile Opfer.

Warum schiessen die Isrealis auf die Hochhäuser, wenn sie in einem anderen Video zeigen, dass die Raketen neben den Zivilgebäuden gestartet werden?

Wenn man sich das 2. Video des Einschlags einer isrealischen Waffe anschaut… Erklärtes Ziel des israelischen Militärs ist auf Twitter eindeutig benannt: die Ausschaltung der Kommunikation.

2012-11-18-idf.jpg

Das gezeigte Gebäude ist eines, in dem nicht die HAMAS, sondern Reporter sitzen. Unter anderem auch die des ZDF:

http://www.heute.de/ZDF/zdfportal/web/heute-Nachrichten/4672/25312840/3d6825/Markige-Worte-und-Ringen-um-Waffenstillstand.html?tabNo=0
… in Minute 1:50 (Anm.: Diese Seite auf heute.de wurde inzwischen entfernt)

Links:
Twitter: IDF (IDF: Isreal Defense Forces)