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Interview mit dem SRF ist online

Ich bin verbal eher das Gegenteil einer Plaudertasche. An sich hatte ich Bedenken, ein Interview zu geben. Aber ich kannte Andrea – und ich konnte private Dinge, über die ich nicht öffentlich sprechen wollte, aussen vor lassen. Wenn ich anderweitig angefragt worden wäre - seien es auch seriöse Medien der Öffentlich Rechtlichen gewesen (ARD, ORF, …) - hätte ich mich wohl niemals auf ein Interview eingelassen.

Es sollte um die persönlichen Erlebnisse der Wendezeit gehen. Also der 9. November. Tage und Wochen davor und danach. Wann ich das erste Mal im Westen war.

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Etwa 1 Woche vor dem Interview habe ich angefangen, im Hirn nachzugraben, wie es dann damals nun nochmal genau war. 25 Jahre ist eine verdammt lange Zeit. Es gibt da einzelne, eher verschwommene Bildfetzen in der Erinnerung. Aber wie sortiert man die zeitlich ein - was ist mit den Lücken dazwischen? Da ist soviel einfach weg!

Am 28.Oktober war das Interview. Eine gute Stunde haben wir miteinander - also mehrheitlich natürlich ich - gesprochen. Sowenig, wie mir im Vorfeld vorbereitend auf das Gespräch in Erinnerung war, umso überraschter war ich eigentlich, was mir noch alles während des Interviews an Details einfiel.

Aus über 1 h Gespräch wurde der Text nochmal eingedampft, damit etwas Lesbares und von der Menge her Verdauliches entsteht.

Ich empfand es als sehr angenehm, dass ich im Vorfeld der Veröffentlichung den Artikel Probelesen konnte, um Korrekturen vorzunehmen und auch ein ungewolltes Bild rauswerfen zu lassen.

Heute Mittag ging ihre Artikelserie beim SRF online. Und unter dem Strich hat es echt Spass gemacht. Danke Andrea! “Jederzeit wieder” würde ich aber trotzdem nicht unbedingt sagen…

Weiterführende Links:

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SRF Homepage ist heute sehr übersichtlich

Loriot: Das sieht aber sehr übersichtlich aus …

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Olympia Eröffnung in Sotschi

Da haben die Russen die Ankündigung ja wahr gemacht: beim Einmarsch der Russischen Mannschaft war als Hintergrundmusik die sog. “Lesben-Band” t.A.T.u. [1..3] ist als Dauerschleife zu hören. Ganz sicher ist das ein subtiler Wink mit dem Zaunpfahl auf die Proteste aus dem Ausland. Der Name der Gruppe t.A.T.u. ist die Abkürzung für “Ta Lubit tu”, was übersetzt so viel bedeutet wie “Dieses Mädchen liebt jenes Mädchen”.

Wenn man ein wenig zurückschaut…
Unter Stalin wurde Homosexualität unter Strafe gestellt. Erst nach Ende der Sowjetunion 1993 wurde dies abgeschafft. In vielen Köpfen ist aber noch das alte Denken drin: es sei eine Krankheit, die man heilen müsse oder Folge schlechter Erziehung. [4]
Ich glaube, das wird noch eine Generation brauchen, bis derlei Vorstellungen verdrängt werden. Bei einer representativen Umfrage stimmten 85% gegen die Homo-Ehe [5].

Es geht, wenn man es historisch betrachtet, immerhin in die richtige Richtung, dass vor dem Gesetz gleichgeschlechtliche Ehe erlaubt ist. Es braucht einfach noch Zeit. Dennoch ist es wichtig, dass Organisationen, wie Human Rights Watch auf Misstände aufmerksam machen.

Ich kann zudem nur hoffen, dass der Einfluss der Kirche in Russland sich nicht durchsetzt. Beiträge [6] oder [7] zeigen, dass es durchaus mächtige Kräfte gibt, die das Rad der Geschichte zurückdrehen wollen.

Noch etwas: Auf der offiziellen Webseite der olympischen Spiele [8] ist die Liste der Sportarten ein regenbogenfarbenes Band mit Parallelogrammen (bei Mouseover wird die Farbe kräftig).

Google verwendete am 07.02.2014 in seinem Logo ebenso Regenbogenfarben - aber nur 6 der Regenbogenfarben, eine andere Farbreihenfolge, als auf der offiziellen Webseite und andere Winkel. Komisch.
Diese kreative Adaption loben manche westliche Webseiten - Welt [9] - als Googles schwulenfreundliche Initiative. Das find ich eine äusserst konstruierte Interpretation - es geht wohl nur ums bashen.

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weiterführende Links

  1. Wikipedia: t.A.T.u.
  2. Webseite der Band tatu.ru (en)
  3. Youtube: Nas ne dogoniat - der bei Olympia gespielte Song
  4. aktuell.ru: Orthodoxe Kirche fordert Referendum über Schwulen-Verbot
  5. aktuell.ru: 85 Prozent gegen Homo-Ehe: homophobe Stimmungen nehmen zu
  6. aktuell.ru: Orthodoxe Kirche fordert Referendum über Schwulen-Verbot
  7. aktuell.ru: Orthodoxer Schauspieler will Homosexuelle verbrennen
  8. sochi2014.com
  9. Welt.de: Google zeigt sich mit Regenbogen schwulenfreundlich
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Webseite des SRF verschläft Start der olympischen Spiele?

Die ersten Wettkämpfe in Sotschi sind beendet.
Die offizielle Seite der Olympischen Spiele http://www.sochi2014.com/ hat rechts oben 2 Links auf SRF

2014-02-06-sotschi-at-srf-01.jpg

Beide dortigen gehen ins Leere (die zu anderen SRG Unternehmenseinheiten hingegen sind OK).

Weder der Link

http://www.srf.ch/sotchiplayer
2014-02-06-sotschi-at-srf-02.jpg

noch http://www.srf.ch/sotchi
2014-02-06-sotschi-at-srf-03.jpg

wurden gefunden.

@SRF: Es ging nun los! Bitte diese Seiten schnell freischalten :-)

Anm.: dieser Blogeintrag und Screenshots entstanden nach Kontakt-Aufnahme mit dem SRF Kundendienst. Natürlich gibt es alles rund um Olympia auf srf.ch - es geht rein um die Links, die der offiziellen Olympiaseite kommuniziert wurden.

Links:

Updates:
10.02.: Kundendienst findet den besagten Link nicht - ich sende einen Screenshot zurück.
11.02.: Kundendienst schreibt, es wurde an die Multimedia Sportabteilung weitergeleitet.
12.02.: Redirects wurden eingerichtet - die Links funktionieren nun.

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Meine Ausbildung beim SRF

Ein kleines “Jub(i|e)läum”. Nun ist es also genau ein halbes Jahr her, dass ich beim HR des SRF in Zürich als damaliger Noch-Mitarbeiter des SRF eine schriftliche(!) Anfrage zu einem Austrittsgespräch gestellt habe, und auf die ich noch immer keine Reaktion erhielt. Ich denke mal, es wird nun nach 6 Monaten wohl auch keine Antwort mehr kommen.

Auf dem Papier sieht es ja gut aus: SRF fördert die Ausbildung der Mitarbeiter. Im Arbeitsvertrag und Gesamtarbeitsvertrag (GAV) sind die Vergütungen festgehalten.

So steht in meinem Arbeitsvertrag

(…)
Bei geschäftsbedingten Absenzen gelten as Arbeitszeit die geleisteten Stunden, einschliesslich Reisezeit.
(…)
Berufliche Aus- und Weiterbildung:
bei mehrtägigen Kursen kann eine einmalige Hin- und Rückreise geltend gemacht werden plus pauschal 8 Stunden am Tag.
(…)

Und in der Praxis? [Read More…]

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