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Linux Bash - Zufallspasswort für Mysql-Monitoring User

Montag, 28. September, 2020

Ich möchte Mysql/ MariaDB Server monitoren. Dazu legt man einen Monitoring-User in der Datenbank an, der dann Select Rechte auf mysql.* bekommt, um aus der Datenbank Statusinformationen zu lesen. Der User soll ein langes Zufallspasswort bekommen. Die Installation muss mit dem root User auf der Datenbank erfolgen.

Im Monitoring Modus will ich kein Passwort als Parameter übergeben, damit es nicht in der Prozessliste erscheinen kann. Dies lässt sich mit einer .my.cnf im HOME Verzeichnis bewerkstelligen.

Schritt 0: Vorbereitung
Initial setze ich mein HOME und die Variable cfgfile auf die .my.cnf:

# --- set HOME
HOME=/etc/icinga2-passive-client

# --- other vars...
cfgfile=$HOME/.my.cnf
myuser=icingamonitor
datafile=/tmp/mysql-status.txt

Schritt 1: Ein Zufalls-Passwort erzeugen.

Ich will nur parametriesieren können, wie lang das zu erstellende Passwort ist … daher die Variable vorab.
Das Passwort kommt durch eine Ausgabe des Zufallsgenerators /dev/urandom zustande - wobei mittels tr nur Ziffern und Buchstaben gefiltert werden.

    pwlength=64
    mypw=$( head /dev/urandom | tr -dc A-Za-z0-9 | head -c $pwlength )

Schritt 2: Mysql-User mit Rechten anlegen.

Dieser Aufruf funktioniert nur mit dem root (oder anderen zusätzl. angelegten Admin-) User.

Wenn Linux-Root passwortlosen Zugriff auf den Datenbank-Root-User hat, muss man das HOME auf /root setzen, damit dessen .my.cnf gefunden wird.

    HOME=/root

    mysql -e "CREATE USER $myuser@localhost IDENTIFIED BY '$mypw';"
    if [ $? -ne 0 ]; then
        echo "ERROR: mysql command to create user failed."
        exit 1
    fi
    echo "- grant SELECT on mysql tables ..."
    mysql -e "GRANT SELECT ON mysql.* TO $myuser@localhost;"
    if [ $? -ne 0 ]; then
        echo "ERROR: mysql command to grant permissions failed."
        exit 1
    fi

    echo "- flush privileges ..."
    mysql -e "FLUSH PRIVILEGES;"

OK, damit habe ich nun meinen Datenbank-User. Dessen Passwort ich selbst nicht kenne, aber ich weiss, dass es 64 Zufalls-Zeichen besitzt und “halbwegs” safe sein dürfte. Damit erspare ich mir bei zig-zig lokalen Mysql/ MariaDb Services die Verwaltung der Kennwörter für den Monitoring-User.

Schritt 3: Mysql-User-Konfigurationsdatei anlegen.

Die Konfigurationsdatei ist in einem Verzeichnis des Monitoring-Users anzulegen. Zum Erzeugen der Datei wird hier nur auf $cfgfile zurückgegriffen.

    cat  >$cfgfile <<EOF
#
# generated on `date`
#
[client]
user=$myuser
host=localhost
password=$mypw

EOF
    ls -l $cfgfile
    if [ $? -ne 0 ]; then
        echo "ERROR: creation of config file failed."
        exit 1
    fi

Nachdem Schritte 1..3 als root erfolgten, sollte bei Aufruf des Skripts mit dem Monitoring User das $HOME wie in Schritt 0 umgebogen sein, damit die soeben erzeugte .my.cnf angezogen wird. Und voila: dann hat der Monitoring Aufruf einen passwortlosen Zugriff.

Man kann den Status lesen, dies in eine Datei umleiten … und dann die gewünschten Variablen per grep lesen.

function _mysqlreadvars(){
    mysql -e "SHOW GLOBAL VARIABLES ;" --skip-column-names >$datafile
    mysql -e "SHOW STATUS ;"           --skip-column-names >>$datafile
}

function _mysqlgetvar() {
    local sVarname=$1
    grep "^$sVarname[^_a-z]" ${datafile} | awk '{ print $2 }'
}

# init
_mysqlreadvars

_mysqlgetvar max_connections
_mysqlgetvar Max_used_connections

# cleanup
rm -f $datafile

Die Codeschnipsel sind zur Veranschaulichung aus dem Gesamtkontext herausgerissen. Das komplette Skript ist unten verlinkt.

weiterführende Links:

  1. git-repo.iml.unibe.ch: check_mysqlserver